Um meine Herangehensweise zu beschreiben, lasse ich Bilder für mich sprechen.

Die verschiedenen Erkenntnisse, Konzepte und Techniken entwickeln sich dabei ebenso konsequent weiter wie alle anderen Bereiche der Medizin. Vieles, was in meiner Ausbildung der neueste Stand des Wissens war, wirkt längst veraltet. Darum begleiten mich seit meinem Abschluss regelmäßige Fortbildungen, berufsgruppenspezifisch und interdisziplinär, in denen neue Erkenntnisse zum menschlichen Körper, zu Diagnosen oder therapeutischen Konzepten vermittelt werden. Darüber hinaus werden in diesen Fortbildungen sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen vertieft oder aktualisiert. So wie in jedem anderen Bereich gibt es auch in der physiotherapeutische Arbeit Trends.

Was für mich aber immer eine zentrale Bedeutung hatte, ist die umfassende Herangehensweise an eine persönliche und individuelle Patient-Therapeut Beziehung. In der Therapie arbeite ich gemeinsam mit meinen PatientInnen, das Ziel der therapeutischen Arbeit ist aber, dass sich PatientInnen zunehmend selbst helfen können.

Therapie ist Teamwork

Am Beginn stehen die ärztliche Untersuchung, Diagnose und bei Bedarf die ärztliche Behandlung. Mit der Verordnung zur Physiotherapie beginnt unsere Zusammenarbeit. Im Lauf der Therapie soll ich als Therapeutin immer weiter in den Hintergrund rücken, weil Sie gelernt haben, wie Sie sich zunehmend selbst helfen und eigenständig trainieren können.

„Rehabilitation is to show a patient what they can do for themselves“

(Karel Lewit)

Den Blick auf’s Ganze nicht verlieren

Der Blick auf’s Ganze gibt mir wertvolle Informationen über die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des gesamten Körpers. Er hilft mir zu erkennen, ob Ihre Beschwerden ursächlich aus der „beleidigten“ Region stammen oder Folgen aus Einschränkungen in einer anderen Region Ihres Bewegungsapparates sind.

DAS GANZE IST MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE –
ALLES SPIELT ZUSAMMEN

Selbst wenn es Therapieschwerpunkte gibt – wie z.B. in der Orthopädie, wo sich alles rund um den Bewegungsapparat dreht -, spielen dennoch alle Körpersysteme zusammen. Darum gehören – abhängig von Ihrem Beschwerdebild – Fragen z.B. zu Ihren Augen, Ohren oder zu internen Beschwerden ebenso zum Befund, um alle Einflussfaktoren in der Therapieplanung berücksichtigen zu können.

CONTEXT MATTERS, DAS GLEICHE IST NICHT DASSELBE

Eine Diagnose oder eine Position, in der Sie Ihre Beschwerden auslösen können, verrät noch nicht, wie Sie z.B. Ihre Arme im Beruf, im Alltag oder in der Freizeit einsetzen. Mithilfe dieser zusätzlichen Informationen kann ich die Therapie an Ihre individuellen Ansprüche und Bedürfnisse anpassen.

AUF DIE PERSPEKTIVE KOMMT ES AN

Jeder Blickwinkel liefert mir andere Informationen über das Zusammenspiel der einzelnen Körperabschnitte, die Harmonie der Bewegungsabläufe oder mögliche Abweichungen, die ich in der therapeutischen Arbeit einbeziehen kann.

Die Perspektive ist aber auch für die Planung des Therapieziels wichtig –
was ist für Sie das Wichtigste, wie weit sind Sie bereit, für dieses Therapieziel mitzuarbeiten?

IN JEDER BEWEGUNG STECKT EINE ÜBUNG –
„JA“ ZUM BEWEGTEN ALLTAG

In den letzten Jahren oder vielleicht sogar Jahrzehnten hat sich das Verständnis für aktive Bewegung immer mehr Richtung Sport, Fitnesscenter verlagert. Dabei wurde die Bedeutung alltäglicher körperlicher Aktivität für die Gesundheit schon in den 1950ern Jahren durch Untersuchungen bestätigt. Ein bewegter Alltag kann gezieltes Training nicht ersetzen, aber er hat einen unverzichtbaren Einfluss auf unsere Lebensqualität.

DIE NÄCHSTE HALTUNG IST DIE BESTE

… das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Natürlich gibt es für unseren Körper mehr und weniger förderliche Haltungen, am meisten profitiert der Körper aber von einem abwechslungsreichen Alltag, egal ob im Beruf oder während der Freizeit.

LIFE IS ALL ABOUT BALANCE

Häufig sind es Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen, die uns dazu veranlassen, uns um unseren Körper zu kümmern. Gerade bei unspezifischen und/oder chronischen Schmerzen ist die Ursache oft nicht eindeutig. Darum hilft es, die verschiedenen Bereiche bei der physiotherapeutischen Arbeit zu berücksichtigen – die biologischen (organischen) Befunde, die psychischen Faktoren, die sozialen Aspekte. Jeder Bereich kann Ursache für die Beschwerden sein, jeder Bereich kann durch den anderen beeinflusst werden. Das Verständnis für den gegenseitigen Einfluss der einzelnen Bereiche aufeinander kann helfen, den richtigen Ansatz zu finden, um mit der passenden Therapie an der Wiederherstellung des Wohlbefindens zu arbeiten.